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Goethe, Escher und Feng Shui

So, nun ist es soweit.  Mit müden Augen sehe ich stolz auf meine Website. Sie ist fertig. Vorerst.

Scheinbar gefangen in einem Raum-Zeit-Kontinuum verbrachte ich subjektiv Monate mit der Erstellung meiner Website.  Doch warum? Eine Homepage zu erstellen ist doch eigentlich einfach!  Und mit  Joomla als hilfreiches Tool zum Gestalten geht ja alles einfacher und schneller und vor allem nach kurzer Einschulung für Jedermann zu handhaben. Besonders geeignet sehe ich Joomla  auch für IT Neulinge. Entpuppen sich oft scheinbar einfache Tools eher als Feinde, bei deren Verwendung man sich überlegt, ob man sich nicht besser in aller Ruhe an das Ufer des Ganges setzen sollte um auf das oft zitierte Ereignis des vorbeitreibenden Feindes zu warten, um anschliessend einen Neubeginn wagen zu können, so ist dies aufgrund der guten und anschaulich gestalteten Tutorials bei Joomla eindeutig nicht der Fall.

Doch wo ist die Zeit geblieben?

Die technische Komponente war nicht das Problem. Die Überlegungen wie ich meine Seite aufbaue, welchen Content ich in der virtuellen Welt erstellen möchte, hingegen schon. Eine Ausgewogenheit aus technischer Raffinesse, marketinpolitischen Überlegungen, Authentizität unter einem Deckmantel einer jugendliche Unbeschwertheit sollte es werden. Und nicht zu vergessen: Seriösität! Ja genau. Seriösität und Professionalität. Man will ja vermitteln, dass einem alles leicht von der Hand geht, auch wenn dem nicht so ist. (In meinem Fall war es aber natürlich schon so :-))

Die Entscheidungsfindung welche grafische Oberfläche ich als die ideale erachte stellt mich schon vor die nächste Herausforderung. Farben über Farben. Mein verblasstes Wissen über Goethes Farbenlehre, gepaart mit den aus Magazinen stammenden Informationen  der Farbbedeutung des Feng Shui treibt mich zur Wahl des Templates: Blau. Blau soll es sein. Warum auch immer. Ich mag es so.

Dann die Frage aller Fragen: Soll es auch ein Newsletter sein? Die spontane Antwort: Aber sicher doch! Ein Newsletter muss her. Ohne gehts ja gar nicht. Wie konnte ich nur daran denken auf einen zu verzichten zu können? Ist eine Website eigentlich eine Website ohne Newsletter-Abo? Steht nicht irgendwo in einer verstaubten, bunt gefärbten Dokumentation, dass der Newsletter den Auftritt einer Website abrundet? Ist er nicht das Salz in der virtuellen Suppe?

Also noch einen Newsletter angelegt und nun betrachte ich zufrieden und durch die  anfangs erwähnten müden  Augen mein Werk. Doch im Moment des scheinbaren Sieges erkenne ich, dass ich, wie in einem Bild von M.C. Escher, mich wieder am Anfang befinde …..

^SM

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Das Richtige, richtig tun

Hallo Zusammen,

wie meine Überschrift schon besagt möchte ich mich heute mit dem Thema “ Den Focus auf das Wesentliche“ beschäftigen. Es sind nur eine paar Wörter, an deren Umsetzung es in der Praxis leider oft krankt. Zum Einstieg in das Thema würde ich gerne ein Zitat von Marcus Aurelius zum Besten geben:

“Most of what we say and do is not essential. If you can eliminate it, you’ll have more time, and more tranquillity. Ask yourself at every moment, ‘Is this necessary?”

Ein wahrer Satz gelassen gesprochen, kennen wir nicht alle die Herausforderungen die uns das tägliche Berufsleben beschert. Fast so eifrig wie wir all die guten Vorsätze für ein neues Kalenderjahr fassen, nehmen wir es uns Tag für Tag vor, Zeitfresser zu eliminieren und mehr Energie in die wichtigen Tätigkeiten zu investieren. Nachdem dieser Vorsatz gefasst ist läutet das Mobiltelefon und der email-Posteingang ist auch schon am überlaufen. Oder anderes gesprochen die Verfallszeit von derartigen Vorsätzen beträgt oft nur wenige Stunden.

Für mich liegt der Schlüssel zum Erfolg im richtigen Zeitmanagement, denn jeder hat nur eine bestimme Menge davon und in der Regel ist sie knapp :-). Ich habe einiges über das Thema gelesen, jedoch hat mich die Methode von Tony Schwartz, unter anderem Autor des Buches „The way we are working isn’t working“, am meisten begeistert:

Herr Schwartz empfiehlt in seinem Beitrag den Arbeitstag mit einem 90-Minuten Arbeitsblock zu beginnen. Dieser Block soll jeden Tag um die gleiche Uhrzeit starten. Den workload dieser 90 Arbeitsminuten definiert man sich am Vortag. Während dieser Zeit wird jede Ablenkung vermieden:

  • kein Mobiltelefon
  • kein Outlook
  • Fenster und Türen geschlossen

Durch die konsequente, und regelmäßige Umsetzung wird diese Arbeitsweise zur Gewohnheit für einen selbst und für sein Umfeld. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass man bei der Umsetzung von neuen Methoden auch sein Umfeld in gewissem Maße „erziehen“ muss um Erfolg zu haben. Mit Egoismus hat das nur bedingt zu tun, mir gefällt in diesem Zusammenhang mehr das Wort Überzeugung das Richtige zu tun.

Ich hoffe mit diesem Input einen Denkanstoß zur persönlichen Zeiteinteilung geliefert zu haben, und freue mich über den Austausch eigener Erfahrungen rund um das Thema Zeitmanagement

(^MW)

Was hat Wohnen mit Projektmanagement zu tun?

Nun ist es soweit, dieses Wochenende erhalten wir die Schlüssel für unsere erste Eigentumswohnung. Ist dieses „Schlüssel-Erlebnis“ der krönende Abschluss eines großen Projektes?

Aber zuerst mal von Beginn an. Was ist alles beim Wohnungskauf zu berücksichtigen? Wie finanziert man seine neue Bleibe? Welche Behördengänge sind erforderlich? Wie, wo, was? Fragen über Fragen, die man beim „Ersten Mal“ natürlich nicht beantworten kann. In unserem Fall mussten die Fragen innerhalb einer Woche beantwortet werden, was die Sache nicht einfacher machte. Eine solche Entscheidung zu treffen, ohne wirklich zu wissen was auf einen zu kommt wäre grob fahrlässig. Da auch bei diesem Projekt die Erwartungen (Zeit, Kosten und Inhalt) erfüllt werden müssen, und zwar zu 100%. Ein grober Fehler bei zB den Kosten könnte zu existenzgefährdenden Umständen führen. Nichts zu trotz denke ich dass die Kosten- und die Inhaltsseite sehr gut geglückt ist.

Nun kommen wir zur dritten Erwartung – der Zeit. Bisher hatten wir es mit nur kleinen Zeitfenstern zu tun, 2 Std hier für die Bank, 1/2 da für den Notar…
Jetzt kommen aber die richtig großen Brocken. Nun möchte ich auf die zu Beginn gestellte Frage eingehen – ist die Schlüsselübergabe der Abschluss eines Projektes? Natürlich nicht!

Jetzt ist Zeitmanagement Deluxe gefragt. In Anbetracht der Rahmenbedingungen (45 Std Job, regelmäßige Dienstreisen ins Ausland, Studium auch am Samstag, …) verlagert sich der Umzug auf einige wenige Abende und Sonntage. Es gibt wieder einiges zu organisieren. Die alten Eigentümer haben uns wunderschöne Möbel (Eiche rustikal) hinterlassen, diese gehören natürlich raus. Weiße Wände sind langweilig, also muss noch Farbe ins Spiel. Wenn alles trocken ist, können die neuen Möbel kommen. Sind die Möbel da, möchten unsere Kleider, Krims & Krams, Hr. Kafka & Co übersiedeln. Ist das alles geschehen, wartet die alte Wohnung auf ihre Behandlung. Wände weiß, Glas klar und Boden rein.

Zu guter letzt kommt die Einstandsfeier, besser gesagt kommeN die EinstandsfeierN. Hier reicht in Anbetracht unserer großen Verwandschaft und Freundeskreis eine nicht aus. Somit ist auch hier wieder einiges an Organisation und Koordination zu erledigen.

Mit diesem „privaten“ Beispiel wollte ich zeigen, dass es mit der Schlüsselübergabe nicht getan ist. Genauso unmöglich ist es zusagen, dass ein IT-Projekt mit dem GO-Live erledigt ist.

Ein erfolgreiches Projekt ist nur dann erfolgreich wenn es „nach“ der Umsetzung weiter lebt und sich weiterentwickelt…

^RK