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Projekt-Blogs ≠ Projektmanagement 2.0

Wie so mancher Donnerstagabend, ist auch heute wieder einer jener Sorte, die von mir dazu genutzt werden, so viel Wissen wie möglich in mich aufzusaugen. Einerseits, um die am Wochenende anstehende Klausur bestmöglich zu bestreiten, andererseits (und das versteht sich natürlich von selbst :-)), um Neues dazuzulernen und bereits vorhandenes Wissen zu festigen.

Wie so mancher Donnerstagabend, ist heute aber auch wieder einer jener Sorte, der mich nicht nur in die Tiefen meines Skriptums versinken, sondern auch von den eigentlichen Klausurschwerpunkten in Gedanken abschweifen lässt. Medienkonvergenz lautet das Thema – und damit stehen unter anderem die Schlagworte Web 2.0 und Enterprise 2.0 ganz oben auf der Liste.

Eine Vielzahl an Begriffen entnehme ich meinem Skriptum, eine Vielzahl an Begriffen schwirrt mittlerweile in meinem Kopf herum, die ich mit dem Begriff Web 2.0 assoziiere – Interaktion, Kollaboration, Partizipation, Plattformunabhängigkeit, Social Software, etc.. Enterprise 2.0 weitet mein 2.0ism-Vocabulary weiter aus: Wissensmanagement, Dokumentation, Kompetenzverknüpfung, Mashups, Corporate Wikis, Corporate Blogs. Corporate Blogs? … also Informations-Blogs, Knowledge-Blogs, PR-Blogs, Projekt-Blogs … Projekt-Blogs … Projekt … Projektmanagement …. Projektmanagement 2.0 …

Freilich bin ich weder der erste, der auf diesen Ausdruck gestoßen ist, noch ist mir selbst der Begriff zum ersten Mal in den Sinn gekommen. Dennoch lässt er mich im Moment nicht los und zwingt mich genauer darüber nachzudenken. Die Daseinsberechtigung des Ausdrucks Projektmanagement 2.0 möchte ich gar nicht erst in Frage stellen (hiermit oute ich mich als „victim of 2.0ism“ :-)), auch nicht die in Projektmanagement 2.0 nutzbare Social Software wie u.a. Corporate Blogs oder Corporate Wikis, die meiner Meinung nach bei einer entsprechenden Unternehmens- und Projektkultur den Projektablauf deutlich effizienter und effektiver gestalten können.

Aus meiner Sicht führt die alleinige Nutzung eines Tools jedoch zu keiner Begriffsdefinition (Nutzung von Projekt-Blogs ≠ Projektmanagement 2.0), denn der soziale Aspekt spielt in meinen Augen eine noch viel wesentlichere Rolle. Wenn sich nun Web 2.0 durch eine kollaborative und integrative Nutzung definiert, in der User individuell und flexibel zwischen ihren Rollen als Leser und Autor wechseln – lässt der Begriff Projektmanagement 2.0 dann die Schlussfolgerung zu, dass in der Projektorganisation ebenfalls keine hierarchischen Strukturen mehr bestehen und sich die Rollen vielmehr aufgrund der Selbstorganisation der Projektmitglieder sowohl herauskristallisieren als auch flexibel wandeln und anpassen?

Als passionierter Projektmanager kann ich einer oftmals vertretenen Ansicht keinen Glauben schenken: „In Projektmanagement 2.0 sei kein Platz mehr für die Rolle eines Projektmanagers, denn diese wird „einfach“ durch die Holschuld und Selbstorganisation der Projektmitglieder ausgeglichen.“ Na logisch! Denn alle Unternehmenskulturen sind gleich, weshalb alle Mitarbeiter und Projektmitglieder mit warmen Eislutschern einfacher als leicht zur Selbstorganisation motiviert werden können🙂.

Scherz beseitige, natürlich bin ich ein Anhänger der Grundidee von Projektmanagement 2.0. Meiner Meinung nach sollte man sich jedoch sowohl Vor- als auch Nachteile vor Augen führen (in Perfektion dargestellt von Nina Braschler in ihrer Präsentation bei der SPM Frühjahrstagung http://bit.ly/igGHZU).

^MS

Eine Antwort

  1. Vielen Dank für die Blumen ;o)
    Ich denke auch, dass der Einsatz von Web 2.0 im Projektmanagement sehr stark von der Art des Projektes abhängt. Ein Bauprojekt (z.B. Bau eines Einfamilienhauses) mit Web 2.0 Elementen zu steuern mag für die Stakeholder interessant sein, für das Projektteam (welches auf dem Bau ist) weniger, da sie dort gar keinen Internet Zugriff haben…

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